GEO erklärt: So wird dein Unternehmen in ChatGPT und Googles KI-Modus genannt

Aubrey Company5 Min. LesezeitTitelbild: KI-generiert

Frau sitzt an einem Holztisch in einem hellen Loftbüro mit Backsteinwänden und tippt auf ihrem Laptop in ein Chatfenster, daneben liegen ein Notizbuch und eine Tasse (KI-generiert)
Inhalt 01 / 08
  1. 01Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?
  2. 02Wie entscheidet eine KI, welche Quellen sie nennt?
  3. 03Sechs Schritte, mit denen du für KI-Suchen sichtbar wirst
  4. 04Was ist llms.txt und brauche ich das?
  5. 05Wie misst man, ob GEO wirkt?
  6. 06Unsere Haltung: Schreib für Menschen, dann zitiert dich auch die KI
  7. 07Dein nächster Schritt
  8. 08Häufige Fragen

Generative Engine Optimization, kurz GEO, ist die Optimierung von Inhalten für KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder den KI-Modus der Google-Suche. Ziel ist, dass diese Systeme dein Unternehmen in ihren Antworten nennen, richtig beschreiben und als Quelle verlinken. GEO ersetzt klassische Suchmaschinenoptimierung nicht, es baut auf ihr auf.

Seit Google den KI-Modus am 8. Oktober 2025 auch in Deutschland gestartet hat, ist das Thema für jedes Unternehmen mit eigener Website angekommen. In diesem Beitrag erklärt Aubrey Company, die Full-Service-Agentur für Marke, Web und Marketing aus Dreieich bei Frankfurt am Main, wie KI-Antworten entstehen und was du konkret tun kannst.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

Klassisches SEO hat ein klares Ziel: Deine Seite soll in der Ergebnisliste möglichst weit oben stehen, damit Menschen darauf klicken. Bei GEO verschiebt sich das Ziel. Die KI liest mehrere Quellen, fasst sie zusammen und formuliert eine eigene Antwort. Sichtbar ist dann nicht mehr nur, wer oben steht, sondern wer in dieser Antwort vorkommt.

Der Begriff stammt aus einer Forschungsarbeit der Princeton University und des Georgia Institute of Technology, die 2023 veröffentlicht und 2024 auf der Fachkonferenz KDD vorgestellt wurde. Die Forschenden haben untersucht, welche Eigenschaften von Texten dazu führen, dass generative Suchsysteme sie häufiger als Quelle verwenden.

Die gute Nachricht: Vieles, was für SEO gilt, gilt auch für GEO. Eine technisch saubere, schnelle Website mit gut strukturierten Inhalten ist die Grundlage für beides. Google selbst betont, dass für die KI-Funktionen der Suche dieselben Grundsätze gelten wie für die klassische Suche.

Wie entscheidet eine KI, welche Quellen sie nennt?

Die genauen Verfahren legen die Anbieter nicht offen. Viele KI-Suchsysteme arbeiten aber nach einem ähnlichen Prinzip. Sie suchen zur Frage passende Seiten im Netz, wählen die brauchbarsten Abschnitte aus und bauen daraus eine Antwort. Bevorzugt werden Inhalte, die eine Frage direkt beantworten, eindeutig formuliert sind und aus einer erkennbar fachkundigen Quelle stammen.

Daraus folgt eine einfache Regel: Eine KI kann nur zitieren, was sie findet, versteht und für vertrauenswürdig hält. Ein Leistungsversprechen wie „Wir sind Ihr starker Partner“ beantwortet keine Frage. Ein Absatz, der erklärt, was eine Leistung ist, für wen sie sich eignet und wie sie abläuft, schon.

Ein Mann und eine Frau sitzen an einem großen Holztisch mit Laptop und ausgedruckten Textentwürfen, die Frau markiert einzelne Absätze mit einem gelben Textmarker (KI-generiert)
Gute GEO-Texte beantworten echte Fragen, Absatz für Absatz, KI-generiert

Sechs Schritte, mit denen du für KI-Suchen sichtbar wirst

Erstens: Beantworte die Fragen deiner Zielgruppe direkt. Sammle, was Kundinnen und Kunden dich am Telefon, im Erstgespräch oder per E-Mail fragen. Jede dieser Fragen verdient eine Antwort auf deiner Website, idealerweise im ersten Satz eines Abschnitts.

Zweitens: Schreib Definitionen aus. Sätze nach dem Muster „X ist …“ lassen sich von KI-Systemen leicht übernehmen. Erkläre Fachbegriffe deiner Branche so, dass sie auch ohne den Rest der Seite verständlich sind.

Drittens: Nenne Fakten mit Quelle und Datum. Konkrete Angaben, belegte Zahlen und ausdrückliche Jahreszahlen machen einen Text überprüfbar. Formulierungen wie „aktuell“ oder „seit Kurzem“ veralten und helfen niemandem.

Viertens: Nutze strukturierte Daten. Mit Schema.org-Auszeichnungen beschreibst du Maschinen, was auf einer Seite steht, zum Beispiel Unternehmen, Adresse, Leistungen oder häufige Fragen. Unser Journal gibt FAQ-Blöcke wie den am Ende dieses Beitrags automatisch als strukturierte Daten aus.

Fünftens: Sorge für ein einheitliches Bild deines Unternehmens im Netz. Name, Adresse, Leistungen und Ansprechpersonen sollten auf deiner Website, im Google-Unternehmensprofil, in Branchenverzeichnissen und in sozialen Netzwerken übereinstimmen. Widersprüche machen es einer KI schwer, dich richtig zu beschreiben.

Sechstens: Werde auch anderswo erwähnt. KI-Systeme stützen sich nicht nur auf deine eigene Website. Fachbeiträge, Interviews, Verbandsseiten, Bewertungen und Berichte in regionalen Medien tragen dazu bei, wie dein Unternehmen wahrgenommen wird.

Was ist llms.txt und brauche ich das?

Die Datei llms.txt ist ein Vorschlag aus dem Jahr 2024. Sie soll KI-Systemen in einfacher Form zeigen, welche Inhalte einer Website besonders wichtig sind. Ob und wie stark die großen Anbieter sie nutzen, ist nicht verbindlich geklärt. Die Datei schadet nicht und ist schnell angelegt, sie ersetzt aber keine guten Inhalte.

Wichtiger ist ein Blick in deine Datei robots.txt. Dort legst du fest, welche Crawler deine Website lesen dürfen. Wer KI-Crawler pauschal aussperrt, sollte wissen, dass er damit unter Umständen auch auf Sichtbarkeit in KI-Antworten verzichtet. Das ist eine Abwägung, die bewusst getroffen werden sollte.

Wie misst man, ob GEO wirkt?

Eine Kennzahl wie die Position in der Google-Ergebnisliste gibt es für KI-Antworten nicht. Ein praktischer Einstieg ist ein fester Fragenkatalog: Stell den gängigen KI-Systemen in regelmäßigen Abständen dieselben Fragen, die deine Kundschaft stellen würde, und halte fest, ob und wie dein Unternehmen genannt wird.

Ergänzend lohnt ein Blick in die Zugriffsstatistik deiner Website. Viele Analysewerkzeuge zeigen, wie viele Besuche über Links aus KI-Systemen kommen. Antworten ändern sich allerdings von Mal zu Mal, deshalb zählt der Trend über mehrere Wochen, nicht ein einzelnes Ergebnis.

Unsere Haltung: Schreib für Menschen, dann zitiert dich auch die KI

Rund um GEO entsteht gerade ein Markt für Tricks, versteckte Anweisungen an KI-Systeme und Texte, die nur für Maschinen geschrieben sind. Wir halten davon nichts. KI-Systeme suchen dieselben Dinge wie gute Kundinnen und Kunden: klare Antworten, echtes Wissen, belegte Aussagen.

Wer heute die Fragen seiner Zielgruppe ehrlicher und genauer beantwortet als der Wettbewerb, gewinnt in der klassischen Suche und in KI-Antworten zugleich. Das ist weniger spektakulär als ein Geheimtrick, aber es hält.

Dein nächster Schritt

Wir verbinden bei Aubrey Company Strategie, Text und Technik. Wir analysieren, welche Fragen deine Zielgruppe stellt, schreiben Inhalte, die sie beantworten, und setzen strukturierte Daten technisch sauber um. Wenn du wissen willst, wie dein Unternehmen heute in KI-Antworten dasteht, erreichst du uns über unsere Kontaktseite unter https://aubreyco.de/kontakt/ oder telefonisch unter +49 6103 2074630.

Häufige Fragen

Was bedeutet GEO im Marketing?

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist die Optimierung von Inhalten, damit KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder der KI-Modus der Google-Suche ein Unternehmen in ihren Antworten nennen und als Quelle verlinken.

Ersetzt GEO die klassische Suchmaschinenoptimierung?

Nein. GEO baut auf SEO auf. Eine technisch saubere Website mit gut strukturierten, fachkundigen Inhalten ist die Grundlage für Sichtbarkeit in der klassischen Suche und in KI-Antworten.

Seit wann gibt es den KI-Modus von Google in Deutschland?

Google hat den KI-Modus am 8. Oktober 2025 in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestartet. Er erscheint als eigener Bereich in der Google-Suche und beantwortet Fragen in ausführlicher Textform mit Quellenangaben.

Wie schnell wirkt GEO?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. KI-Systeme greifen auf neue Inhalte unterschiedlich schnell zu, und Antworten ändern sich laufend. Sinnvoll ist, die Nennungen über mehrere Wochen mit einem festen Fragenkatalog zu beobachten.

Brauche ich eine llms.txt-Datei?

Sie ist kein Muss. Die Datei llms.txt ist ein Vorschlag aus dem Jahr 2024, ihre Nutzung durch die großen KI-Anbieter ist nicht verbindlich geklärt. Wichtiger sind klare Inhalte, strukturierte Daten und eine bewusste Entscheidung in der robots.txt.